Quint Microspeaker µ

Um die Microspeaker schleiche ich nun schon seit knapp 1,5 Jahren herum. Als ich sie gegen Ende 2017 bei einem Selbstbautreffen bei Quint in Senden hören durfte war eigentlich schon klar, dass sie irgendwann mal gebaut werden müssen. Bisher fand sich allerdings keine Verwendung, weshalb ich das immer wieder vor mir her geschoben habe. Der Verwendungszweck ist nun gefunden: sie werden beim Zwerg im Kinderzimmer stehen. Zwar ist er noch zu jung um ernsthaft Musik über sie zu genießen, jedoch haben sie die perfekte Größe, um dort auf einem Regal Platz zu finden. Und darum ging es mir in diesem Falle auch. Zudem ist mir mein Geld viel zu schade um es in kleine, nach Blechbüchsen klingende Lautsprecher zu stecken. Nennen wir es “musikalische Früherziehung mit qualitativ hochwertigen Lautsprechern” – auch wenn wohl eher Kinderlieder und der liebe Pumuckl darüber laufen werden.

Der Bau begann einige Tage nachdem der Bausatz geliefert wurde im Februar 2019. Die Gehäuse bestehen aus 6mm MDF. Die Brettchen wurden auf Gehrung gesägt und mit der “Klebebandmethode” verleimt. Wie immer kam Ponal Express zum Einsatz. So sind 2 süße, kleine Gehäuse innerhalb weniger Minuten zusammengeleimt:

Nachdem dann alles etwa 15 Minuten trocknen durfte, wurde noch ein Rahmen eingesetzt, auf den später der Deckel geschraubt werden sollte. Von der Front habe ich leider keine Fotos gemacht. Diese wurde aus 12mm Multiplex gefertigt. 2 Ausschnitte rein, mit Acrylklarlack gestrichen – fertig.

Und dann passierte erstmal 7 Monate lang nichts. Man kennt das… es gibt immer was zu tun. Egal ob im Job oder zuhause. Und da als “Zwischenlösung” die Quintet im Zimmer des kleinen Mannes eingezogen waren, hatte es auch keine Eile. Aber irgendwann wollen Projekte fertiggestellt werden, so so machte ich mich daran, die Gehäuse zu lackieren:

Der Lack besteht aus halb Wandfarbe und halb Acrylklarlack. Aufgetragen wurde dieser Mix mit einer Schaumstoffrolle. Das Endergebnis ist eine leicht strukturierte und sehr stoß- und kratzfeste Oberfläche. 

Als nächstes wurden dann die Weichen aufgebaut. Die Arbeit, die ich am längsten vor mir her geschoben habe. Eigentlich sind 2 Weichen schnell gelötet, aber in den Microspeakern ist nicht unbedingt viel Platz und da ich die Weiche wie üblich auf Brettchen aufbauen wollte, um später im Falle eines Falles durch die “Wartungsklappe” dran kommen wollte, war ein bisschen Fummelei angesagt. Das Endergebnis ist nicht schön, aber es sind ja nur Frequenzweichen. Diese verschwinden im Gehäuse, wo sie keiner sehen kann.

Der hintere Deckel, dessen Rahmen auf dem Bild oben zu sehen ist, wurde mit Einschraubmuffen und M4 Gewindeschrauben befestigt. Als Anschlussterminals waren Stäubli Einpressbuchsen im Bausatz mitgeliefert. Zum Schluss wurden die Fronten aufgeleimt, die Frequenzweichen mit einem Klecks Heißkleber unter dem Deckel befestigt und die Wartungsklappe geschlossen. Und so sehen die fertigen Microspeaker aus:

Trotz ihrer Größe klingen die Microspeaker absolut ausgewogen und schaffen es auch auch Bass zu reproduzieren, der sich auch als ein solcher bezeichnen darf. Zwar brauchen sie aufgrund ihres Wirkungsgrades ein bisschen mehr Leistung als so manch anderer Lautsprecher, doch ist heutzutage Verstärkerleistung billig und der Wirkungsgrad ist auch nicht schlechter als bei anderen Lautsprechern dieser Größenordnung.

Vielen Dank an das Team von Quint für die Entwicklung dieses hervorragenden Lautsprechers!

 

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